17 Fahrer festgenommen:
Alkohol bleibt Madeiras größtes Verkehrsproblem
59 Verkehrsunfälle, 21 Verletzte und 17 Festnahmen innerhalb einer Woche: Die jüngste Bilanz der PSP zeigt, dass vor allem Alkohol am Steuer weiterhin ein ernstes Problem auf Madeiras Straßen ist. Dabei wirkt die Statistik auf den ersten Blick erfreulich – doch erst wenige Tage zuvor hatte ein schwerer Motorradunfall zwei Menschenleben gefordert.
Das Regionalkommando der PSP Madeira hat für den Zeitraum vom 29. Mai bis 4. Juni insgesamt 59 Verkehrsunfälle in der Autonomen Region registriert. Dabei wurden 21 Personen leicht verletzt. Nach Angaben der Polizei gab es im Berichtszeitraum keine Schwerverletzten oder Todesopfer.
Die Bilanz steht jedoch im Kontrast zu einem tragischen Verkehrsunfall, der sich nur wenige Tage zuvor auf der Via Rápida in Richtung Câmara de Lobos ereignet hatte. Bei dem schweren Motorradunfall kamen zwei junge Menschen ums Leben. Der Unfall fällt allerdings nicht in den von der PSP ausgewerteten Berichtszeitraum und erscheint daher nicht in der aktuellen Statistik.
Die meisten Unfälle ereigneten sich erneut im Kreis Funchal, wo 19 Verkehrsunfälle und neun Leichtverletzte registriert wurden. Es folgen Câmara de Lobos mit neun Unfällen, Santa Cruz mit acht, Ribeira Brava mit sieben sowie Machico mit sechs Unfällen.
Weitere Vorfälle wurden in Calheta (vier), Ponta do Sol (zwei), São Vicente (zwei), Porto Moniz (einer) und Santana (einer) verzeichnet. Auf Porto Santo blieb die Unfallstatistik in der Berichtswoche bei null.
Mit 41 Fällen waren Kollisionen die häufigste Unfallart. Hinzu kamen 11 Schleuderunfälle, vier Unfälle mit Fußgängern sowie drei weitere Verkehrsunfälle, die von der Polizei in der Kategorie „Sonstige“ geführt werden.
Neben den Unfallzahlen veröffentlichte die PSP auch die Ergebnisse ihrer Verkehrskontrollen. Dabei wurden 17 Personen festgenommen.
Besonders auffällig: Elf Fahrer wurden wegen Trunkenheit am Steuer festgenommen. Drei weitere Personen waren ohne gültige Fahrerlaubnis unterwegs.
Hinzu kamen drei Festnahmen wegen verschiedener Ungehorsamsdelikte. Dazu zählen die Verweigerung eines Alkoholtests, das Fahren trotz entzogener Fahrerlaubnis sowie das Führen eines behördlich beschlagnahmten Fahrzeugs.
Die aktuelle Bilanz zeigt, dass Alkohol am Steuer weiterhin zu den größten Risiken im Straßenverkehr auf Madeira zählt. Trotz regelmäßiger Kontrollen der PSP werden Woche für Woche Fahrer aus dem Verkehr gezogen, die sich und andere Verkehrsteilnehmer gefährden. Die Polizei kündigte an, ihre Überwachungs- und Präventionsmaßnahmen auch in den kommenden Wochen fortzusetzen.