Inflation auf Madeira zieht kräftig an – Insel deutlich teurer als das Festland
Die Preise auf Madeira steigen weiter spürbar. Wie die Regionaldirektion für Statistik (DREM) mitteilt, lag die Inflationsrate im Juni 2026 im Vergleich zum Vorjahresmonat bei 5,0 Prozent. Damit verteuerten sich Waren und Dienstleistungen auf der Insel deutlich stärker als im portugiesischen Landesdurchschnitt von 3,2 Prozent.
Auch die langfristige Entwicklung zeigt nach oben: Die durchschnittliche Inflationsrate der vergangenen zwölf Monate stieg auf 3,5 Prozent und liegt damit ebenfalls über dem Wert des Vormonats.
Besonders kräftig kletterten die Preise in den Bereichen Verkehr (+11,8 %), Gastronomie und Hotellerie (+8,8 %) sowie Wohnen, Wasser, Strom und Gas (+4,7 %). Vor allem die Energiepreise machten einen deutlichen Sprung und lagen 11,5 Prozent über dem Vorjahresniveau.
Auch Dienstleistungen verteuerten sich erheblich. Sie kosteten im Jahresvergleich 7,3 Prozent mehr, während Waren um 3,0 Prozent anzogen. Die Kerninflation – also ohne Energie und unverarbeitete Lebensmittel – erreichte 2,9 Prozent.
Im Vergleich zum Vormonat fiel der Preisanstieg mit 0,3 Prozent zwar moderater aus, doch die Entwicklung bleibt auf hohem Niveau.
Auch auf dem Wohnungsmarkt setzt sich der Aufwärtstrend fort. Die durchschnittlichen Wohnungsmieten stiegen im Juni gegenüber dem Vorjahr um 7,0 Prozent.
Einordnung der Madeira-Nachrichten:
Für viele Einwohner und Residenten bleibt die Teuerung damit eines der größten Alltagsthemen. Besonders steigende Kosten für Mobilität, Energie, Wohnen und Restaurantbesuche belasten private
Haushalte. Auffällig ist zudem, dass sich die Preise auf Madeira weiterhin deutlich schneller erhöhen als im übrigen Portugal – ein Trend, der sich bereits seit mehreren Monaten
abzeichnet.