IMMOBILIEN-SCHOCK AUF MADEIRA:
Wohnungsverkäufe brechen um über 25 Prozent ein
Funchal. Der Immobilienmarkt auf Madeira hat einen schwachen Start ins Jahr 2026 hingelegt. Im ersten Quartal wurden 25,6 Prozent weniger Wohnungen verkauft als im Vorjahreszeitraum. Besonders dramatisch ist der Einbruch bei Neubauten, deren Verkäufe um 56,4 Prozent zurückgingen. Das geht aus den aktuellen Zahlen des Statistischen Regionaldirektorats Madeira (DREM) hervor.
Zwischen Januar und März wechselten 665 Wohnimmobilien den Besitzer – 229 weniger als im Vorquartal und auch 229 weniger als im ersten Quartal 2025. Davon entfielen 543 Verkäufe auf Bestandsimmobilien (81,7 Prozent) und lediglich 122 auf Neubauten.
Auch der Umsatz auf dem Immobilienmarkt ging deutlich zurück. Das Volumen der Transaktionen belief sich auf 215,2 Millionen Euro – ein Minus von 21,7 Prozent gegenüber dem Vorquartal und 19 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.
Besonders hart traf es den Neubausektor. Hier sank das Verkaufsvolumen auf 51,7 Millionen Euro, ein Rückgang von 51,3 Prozent binnen eines Jahres. Bestandsimmobilien erzielten dagegen einen Umsatz von 163,5 Millionen Euro. Das sind zwar 9,5 Prozent weniger als im Vorquartal, aber 2,5 Prozent mehr als vor einem Jahr.
Auch Käufer mit Wohnsitz auf Madeira hielten sich deutlich zurück. Sie erwarben 554 Wohnungen, rund 25 Prozent weniger als im ersten Quartal 2025. Der Wert dieser Käufe sank auf 178,9 Millionen Euro.
Der Abschwung fällt auf Madeira deutlich stärker aus als im übrigen Portugal. Landesweit wurden im ersten Quartal 8,7 Prozent weniger Wohnungen verkauft. Während der Gesamtwert der Immobiliengeschäfte in Portugal sogar leicht auf 9,9 Milliarden Euro stieg, verzeichnete Madeira einen Umsatzrückgang von 19 Prozent.
Die aktuellen DREM-Daten bestätigen damit eine deutliche Abkühlung des Immobilienmarktes auf Madeira. Vor allem der Neubausektor verliert erheblich an Dynamik. Als Hauptgründe gelten das weiterhin hohe Preisniveau und die nachlassende Nachfrage.