Hafen-Ärger in Ribeira Brava: JPP verlangt endlich Klarheit über die Wiedereröffnung
Ribeira Brava. Wann wird der Hafen von Ribeira Brava endlich wieder geöffnet? Diese Frage stellt jetzt die Oppositionspartei Juntos Pelo Povo (JPP) und fordert von der Regionalregierung einen verbindlichen Zeitplan. Nach mehr als einem Jahr Sperrung wachse der Druck auf die Verantwortlichen, erklärte Stadträtin Cátia Gouveia.
Der Hafen ist seit Mai 2025 geschlossen. Wenige Wochen später, am 9. Juni 2025, wurde der Kai wegen der Instabilität der angrenzenden Steilküste vollständig gesperrt. Während der Sicherungsarbeiten entdeckten die Experten weitere lockere Felsblöcke, wodurch sich die Arbeiten erheblich verzögerten. Bis heute gibt es keinen Termin für die Wiedereröffnung.
Nach Ansicht der JPP belastet diese Unsicherheit die gesamte Gemeinde. Besonders betroffen seien die Fischer, Anbieter von maritimen Tourismusaktivitäten sowie der lokale Handel. Viele Unternehmen müssten seit Monaten mit erheblichen Einnahmeverlusten leben, ohne zu wissen, wann sich die Situation wieder normalisieren werde.
Die Regionalregierung hatte die Sicherungsarbeiten an der Steilküste als unvermeidlich bezeichnet. Die Kosten werden auf rund zwei Millionen Euro geschätzt. Eine Freigabe des Hafens soll erst erfolgen, wenn das Regionale Ingenieurlabor die Stabilität des Hanges bestätigt.
Die Stadtverwaltung von Ribeira Brava unterstützt die Sicherheitsmaßnahmen grundsätzlich. Gleichzeitig räumt sie ein, dass die Schließung erhebliche wirtschaftliche Folgen für die Gemeinde hat. Nach eigenen Angaben setzt sie sich bei der Regionalregierung für eine möglichst schnelle Lösung ein.
Für die JPP reichen diese Erklärungen jedoch nicht aus. Gouveia bemängelt, dass keine der beteiligten Institutionen den Betroffenen sagen könne, wann sie wieder mit einem normalen Betrieb rechnen dürfen. Gerade für Fischer, Unternehmer und Geschäftsleute sei diese fehlende Planung kaum tragbar.
Die Partei fordert deshalb einen aktuellen technischen Bericht über den Zustand der Steilküste und den Stand der Bauarbeiten. Außerdem müsse der Druck auf die Regionalregierung erhöht werden, damit die Arbeiten mit höchster Priorität abgeschlossen werden. Gleichzeitig seien Unterstützungsmaßnahmen für die betroffenen Wirtschaftsbereiche notwendig.
Darüber hinaus fordert die JPP eine regelmäßige und transparente Information der Bevölkerung sowie eine Strategie, um den Tourismus nach der Wiedereröffnung des Hafens wieder anzukurbeln.
Zum Abschluss findet Cátia Gouveia deutliche Worte: Der Hafen von Ribeira Brava sei eine unverzichtbare Infrastruktur für das wirtschaftliche, soziale und touristische Leben der Gemeinde. Eine so lange Schließung ohne klare Informationen und ohne konkrete Perspektive sei deshalb ein berechtigter Anlass für Kritik. Die Menschen in Ribeira Brava hätten Anspruch darauf zu erfahren, wann ihr Hafen endlich wieder zur Verfügung stehen werde.