Parlament erhöht Druck: Regierung soll Fährverbindung endlich ausschreiben

 

Die Debatte um eine regelmäßige Fährverbindung zwischen Madeira und dem portugiesischen Festland nimmt erneut Fahrt auf. Das portugiesische Parlament hat am Freitag einen Antrag der Oppositionspartei Juntos Pelo Povo (JPP) angenommen, der die Regierung auffordert, dringend eine internationale Ausschreibung für eine regelmäßige Passagier- und Frachtfähre einzuleiten.

  

Nach Ansicht der JPP reicht es nicht aus, weitere Machbarkeitsstudien in Auftrag zu geben. Stattdessen müsse die Regierung den bereits im Staatshaushalt vorgesehenen Weg einer Ausschreibung umsetzen und bis dahin Übergangslösungen für einen kontinuierlichen Fährbetrieb schaffen.

 

JPP-Abgeordneter Filipe Sousa bezeichnete den Beschluss als wichtigen politischen Erfolg für Madeira. Eine Fährverbindung sei nicht nur eine Frage der Mobilität, sondern auch der territorialen Kontinuität und der Chancengleichheit für Bewohner, Unternehmen und den Güterverkehr. Die Region dürfe nicht dauerhaft ausschließlich vom Luftverkehr abhängig sein.

  

Die Resolution ist für die Regierung rechtlich nicht bindend, erhöht jedoch den politischen Druck, das seit Jahren diskutierte Fährprojekt endlich voranzubringen. Die JPP kündigte an, die weitere Entwicklung aufmerksam zu begleiten und das Thema nicht aufgeben zu wollen.