Boomtown Calheta
„Golf statt Gerede! Calheta setzt auf Millionenprojekt und neue Jobs“
Calheta. Mit klaren Botschaften und viel Lob für die Regionalregierung haben Bürgermeisterin Doroteia Leça und Madeiras Regierungschef Miguel Albuquerque die Feierlichkeiten zum 524. Jahrestag der Gemeinde Calheta genutzt, um ihre Zukunftsvision für den Westen der Insel zu präsentieren. Im Mittelpunkt standen dabei der umstrittene Golfplatz von Ponta do Pargo, Investitionen in die Gesundheitsversorgung und die Verschönerung des Fischerdorfes Paul do Mar.
Bürgermeisterin Doroteia Leça dankte der Regionalregierung ausdrücklich für mehrere Projekte, die ihrer Ansicht nach die Entwicklung der Gemeinde nachhaltig voranbringen. An erster Stelle nannte sie den Bau des Golfplatzes von Ponta do Pargo. Dieses Vorhaben werde „die Entwicklung der Gemeinde und der Stadt für immer prägen“, erklärte sie.
Auch die medizinische Versorgung in Calheta wurde hervorgehoben. Nach Angaben der Bürgermeisterin haben die Arbeiten für die Installation eines neuen Röntgengeräts im Gesundheitszentrum bereits begonnen. Nun hoffe man, dass die Anlage möglichst bald in Betrieb genommen werden könne und damit die Versorgung der Bevölkerung deutlich verbessert werde.
Ein weiteres Projekt betrifft Paul do Mar. Dort läuft derzeit eine Farbstudie zur Neugestaltung des Ortsbildes. Mit Unterstützung der Regionalregierung und verschiedener Institutionen seien die Arbeiten bereits angelaufen. Erste Fassaden seien bereits frisch gestrichen worden. Ziel sei es, den traditionsreichen Küstenort optisch aufzuwerten und seine Identität stärker hervorzuheben.
Noch größere Pläne präsentierte Regionalpräsident Miguel Albuquerque. Er kündigte an, Calheta in den kommenden Jahren zu einem wirtschaftlichen „Hub“ der Insel entwickeln zu wollen. Die Gemeinde solle sich zu einem Zentrum für Wohlstand, Investitionen und Beschäftigung entwickeln und langfristig „eine der besten Gemeinden Portugals“ werden.
Nach Ansicht des Regierungschefs habe Calheta in den vergangenen Jahrzehnten bereits große Fortschritte bei Infrastruktur, Gesundheitsversorgung, Bildung und Kultur erzielt. Nun müsse der Schwerpunkt auf wirtschaftlichem Wachstum liegen. Nur eine starke Wirtschaft könne neue Arbeitsplätze schaffen, soziale Ungleichheiten abbauen und die Lebensqualität dauerhaft verbessern.
Als Schlüsselprojekt bezeichnete Albuquerque erneut den Golfplatz von Ponta do Pargo. Er widersprach Kritikern, die das Vorhaben lediglich als Sportanlage betrachten. Der Golfplatz sei vielmehr eine strategische Investition für den gesamten Westen Madeiras und werde weitreichende wirtschaftliche Impulse auslösen.
Nach Angaben des Regierungschefs umfasst das dazugehörige Immobilienprojekt Investitionen von rund 110 Millionen Euro. Hinzu kämen weitere Millionenbeträge für touristische Dienstleistungen und begleitende Wirtschaftsaktivitäten. Insgesamt sollen durch das Projekt rund 500 Arbeitsplätze entstehen. Die jährliche Lohnsumme werde auf mehr als 9,5 Millionen Euro geschätzt.
Albuquerque betonte, dass diese Investitionen weit über den Tourismus hinaus Wirkung entfalten sollen. Ziel sei es, neue Unternehmen anzusiedeln, die Kaufkraft in der Region zu stärken und Calheta als wirtschaftliches Zentrum des Westens dauerhaft zu etablieren.
Zum Abschluss rief der Regierungschef die Regionalregierung und die Gemeindeverwaltung zu einer weiterhin engen Zusammenarbeit auf. Nur gemeinsam lasse sich die ehrgeizige Zukunftsvision für Calheta verwirklichen.
Mit den angekündigten Investitionen setzt die Regionalregierung ein deutliches Signal: Der Westen Madeiras soll in den kommenden Jahren zu einer der dynamischsten Wachstumsregionen der Insel werden – mit dem Golfplatz von Ponta do Pargo als zentralem Motor dieser Entwicklung.